Zweiter CWE-Integrationsschritt “Generation Shift Key“ abgeschlossen

17.12.2015

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, einen einheitlichen paneuropäischen Strommarkt zu entwickeln: Durch die Verschränkung der Märkte soll der Stromhandel für die Markteilnehmer weiter verbessert und damit die soziale Wohlfahrt innerhalb der Region erhöht werden. Die Übertragungsnetzbetreiber sind im Rahmen diverser Projekte direkt an der Umsetzung dieses Vorhabens beteiligt, die APG beispielsweise mit dem Projekt CWE-Integration: Am 2. Dezember 2015 fiel der Startschuss für  die Übermittlung so genannter GSK-Files (Generation Shift Key). Diese definieren, wie sich Erzeugungsänderungen in einer Gebotszone auf die einzelnen Kraftwerke aufteilen. Die APG erreicht damit einen weiteren Meilenstein in Richtung vollständiger CWE-Integration.


Einbindung der APG in operative CWE-Aktivitäten

Die mittels EU-Verordnungen vorgegebene, paneuropäische Marktintegration soll ausgehend von verschiedenen geografischen Regionen erfolgen. Nachdem 2013 die Erweiterung der CWE-Region um Österreich beschlossen wurde, ist die APG mittlerweile Teil der Regionen CWE, CEE und CSE. Seit dem offiziellen Projektstart Mitte 2014 ist die APG mit dem Projekt CWE-Integration zusätzlich am Prozess der Marktintegration beteiligt. In mehreren Schritten soll in den kommenden Jahren die vollständige Einbindung in die Region Central West Europe (CWE) – und damit in deren operative Aktivitäten mit dem Ziel der lastflussbasierten Kapazitätsberechnung (Flow Based Capacity Calculation) – gelingen. Die CWE-Region setzte sich bisher aus den Ländern Frankreich, Niederlande, Belgien und Deutschland zusammen.

Um eine reibungslose Integration der APG in die CWE-Region zu ermöglichen, wurde von der APG ein umfassender Maßnahmenplan aufgesetzt, der als ersten Schritt die Übermittlung so genannter D2CF-Files (Two Day Ahead Congestion Forecast) beinhaltet. Diese Files werden als Grundlage zur lastflussbasierten Kapazitätsberechnung in der CWE-Region benötigt.  Ende 2014 wurde mit der Übermittlung der D2CF-Files der erste Integrationsschritt abgeschlossen. In einem zweiten Schritt wurde anschließend die Übermittlung von GSK-Daten der APG initiiert.

Startschuss für Datenübermittlung fiel am 2. Dezember
Die operative Übermittlung der GSK-Daten der APG hat am 2. Dezember  2015 begonnen. Die Daten werden künftig mit jenen der anderen CWE-TSOs zusammengeführt und dienen damit als weitere Grundlage für die lastflussbasierte Kapazitätsberechnung der CWE-Region. Bis dato wurde die österreichische Erzeugungsstruktur nicht in der Kapazitätsberechnung der CWE-Region berücksichtigt. Die Übermittlung der österreichischen GSK-Daten bringt die lastflussbasierte Kapazitätsberechnung näher an die Realität und verbessert dadurch dessen Genauigkeit.

Um die vollständige Integration in die Flow Based Aktivitäten der CWE-Region zu ermöglichen, arbeitet die APG bereits gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern der anderen CWE-Länder an der Vorbereitung der nächsten Schritte.