<br>APG übernimmt zentrale Verlustenergiebeschaffung für Österreich

11.08.2010

Die heimischen Netzbetreiber müssen jährlich einen Netzverlust von etwa 3,5 TWh im österreichischen Stromübertragungs- und -verteilnetz ausgleichen. Bis dato war jeder der rund 130 Netzbetreiber selbst für die Beschaffung der zum Ausgleich der Netzverluste nötigen Energiemengen verantwortlich und der Regulator erkannte die Kosten hierfür nicht vollständig an.

Ab 1. Jänner 2011 erfolgt die Ermittlung der Netzverlustkosten auf der Grundlage einer gemeinsamen Beschaffung. Zweck dieser Vorgangsweise ist es, die Synergiepotentiale eines gemeinsamen Einkaufs zu nutzen. Die APG übernimmt dafür die Funktion eines Sonderbilanzgruppenverantwortlichen und wickelt zentral für die teilnehmenden Netzbetreiber sämtlicher Regelzonen Österreichs den Einkauf der Netzverlustenergie gegenüber dem Markt ab. Mit Hilfe dieser Sonderbilanzgruppe wird die gemeinsam beschaffte Netzverlustenergie mittels Fahrplänen an die Netzverlustbilanzgruppen der beteiligten Netzbetreiber weitergegeben und somit sichergestellt, dass die Netzverlustbilanzgruppen der Netzbetreiber hinsichtlich anfallender Ausgleichsenergie (Differenz tatsächlich auftretender Verlustmengen zu den prognostizierten Verlustfahrplänen) glattgestellt sind.